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| 27.05.2006 |
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Bäcker und Konditoren aus Österreich besichtigen örtliche Backstube |
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Vilsbiburg. Zu einem angeregten Erfahrungsaustausch kam es, als 22 Bäcker- und Konditorenkollegen aus Österreich die Bäckerei Mareis besuchten. Bei einem Rundgang durch den Betrieb erfuhren die österreichischen Bäcker viel über Produktqualität, Hygienestandards und Organisationsabläufe. Die österreichische Besuchergruppe ist im Richemont-Club zusammengeschlossen und machte auf ihrer zweitägigen Frühjahrsexkursion auch in Vilsbiburg halt. |
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Ihre Fahrt stand unter dem Motto „Besuch beim Nachbarn“ und beinhaltete eine Stippvisite nach München, wo unter anderem „Rischart's Backhaus“ besichtigt wurde. Der Richemont-Club ist eine Verbindung von Fachleuten, die den Ideenaustausch zwischen Bäcker- und Konditorenmeistern sowohl im Inland als auch mit dem Ausland fördern soll. Mit Hilfe von fachlichen Demonstrationen und Diskussionen soll durch den Club das berufliche Können gefördert werden. Dabei geht es den Mitgliedern vor allem darum, das Ansehen der Bäcker und Konditoren zu fördern. Richemont-Clubs gibt es mittlerweile in 14 Ländern; so auch in Deutschland, Japan, Irland, Italien, Belgien, Frankreich oder England. Den Kontakt mit dem österreichischen Club konnte Bäckermeister Anton Mareis bei der Nominierung zum Branchen-Oscar herstellen. Sowohl Mareis als auch der Vizepräsident des österreichischen Richemont-Clubs, Gerald Geier, waren hier nominiert. Daher nützte Geier jetzt die Gelegenheit, bei ihrer Frühjahrsexkursion moderne Bäckereien in München und Vilsbiburg zu besichtigen. Bei dem Rundgang berichtete Anton Mareis über die guten Erfahrungen, die sie mit dem neuen Anbau gemacht haben, der im vergangenen Jahr fertiggestellt worden war. Durch ihn werden die Laufwege getrennt und so finden An- und Auslieferung außerhalb des Bereiches der Backstube statt. Damit wird die Hygiene im gesamten Betrieb erhöht und das sei ihm ein großes Anliegen bei der Planung der Erweiterung gewesen, so Mareis. Von der Sauberkeit des Betriebes nach einem langen Arbeitstag konnten sich die österreichischen Besucher vor Ort überzeugen. Dabei wurden auch ausgiebig die deutschen Hygienestandards diskutiert. Natürlich wollten die Bäckerkollegen auch einiges über das Sortiment, den Umsatz oder die Personalstruktur wissen. So informierte Mareis, dass in Bayern die Qualität der Breze der Gradmesser sei, ob eine Bäckerei gut sei oder nicht. Ansonsten achte er darauf, ein möglichst straffes Sortiment mit hochwertigen Produkten an zu bieten. So könne er sich in Sachen Qualität deutlich von preiswerten Mitbewerbern absetzen. Das zeigen auch die jährlichen DLG-Auszeichnungen deutlich. Weiter führte der Firmenchef aus, dass sie gerade im Snackbereich derzeit die größten Umsatzzuwächse zu verzeichnen hätten. In Sachen Personal habe man natürlich einen deutlich höheren Anteil an Frauen, als Männer. Sein Ziel sei es, die Arbeitszeit möglichst weit in den normalen Tag zu verschieben. Dazu habe er jetzt beispielsweise eine Hausfrauenschicht geschaffen. Engagierte Damen kommen am Vormittag, drehen Brezen und entlasten damit die Bäcker. Bei der anschließenden Brotzeit zeigten sich die österreichischen Kollegen sehr angetan von der Bäckerei und den unternehmerischen Maßnahmen von Bäckermeister Anton Mareis. |
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