Zur Mareis Startseite
"Das Schwerste waren die Tage davor"
"Das Schwerste waren die Tage davor"
Franziska Hartmann und Sven Riedel gewinnen Bäcker-Wettbewerb an der Berufsschule
20.06.2007
"Das Schwerste waren die Tage davor"
Die besten Auszubildenden des Bäckerhandwerks in Stadt und Landkreis traten gestern in der Berufsschule zum diesjährigen Leistungswettbewerb an. Fünf Nachwuchs-Bäcker und sechs angehende Bäckerei-Verkäuferinnen stellten sich der Jury. Die fällte nach sechs Stunden ihr Urteil: Die Besten der Besten sind der Bäcker Sven Riedel von der Dingolfinger Bäckerei Glück und die Verkäuferin Franziska Hartmann von der Bäckerei Mareis in Vilsbiburg.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs von Bäckerinnung und Berufsschule sind alle im dritten Lehrjahr und stehen kurz vor den Abschlussprüfungen im Juli. "Der Wettbewerb ist die Kür für die Besten der praktischen Zwischenprüfung vom vergangenen Jahr", sagte Reinhard Küffner, Fachlehrer für Bäcker, Konditoren und Verkauf. Die begabtesten Praktiker, die auch die theoretische Zwischenprüfung bestanden haben, bekämen quasi als Lohn für ihre bisherigen Leistungen eine Generalprobe für die große Prüfung gewährt. Neben der Gelegenheit zur Übung ist das Geld - zumindest ein kleiner - Anreiz, am Wettbewerb teilzunehmen. 30 Euro bekommt jeder Teilnehmer garantiert. Wer auf den Plätzen eins bis drei landet, erhält in der Summe 100, 75 beziehungsweise 50 Euro. Das Geld kommt von der Bäckerinnung, die auf diese Weise ihren Beitrag zum Wettbewerb leistet. Die Berufsschule stellt dafür ihre Backstube und angrenzende Räume zur Verfügung. Ein Händchen für Süßes Um 10.30 Uhr wurde es für die Bäcker ernst. Die drei Frauen und zwei Männer mussten Brot und Semmeln backen und daneben ein Händchen für Süßes beweisen: Hefeteiggebäcke wie Zöpfe, Plundergebäcke wie Hörnchen und Mürbteiggebäcke, also Plätzchen, standen auch auf der Aufgabenliste. Da wurde Teig geformt und geflochten, gewürzt und glasiert. Alles unter den Augen der Prüfer, die nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Arbeitsweise bewerteten. Nach fünf Stunden schweißtreibender Arbeit drapierten die Teilnehmer ihre Kreationen zur abschließenden Begutachtung in Körbchen und auf Blechen. Es war geschafft, die Anspannung während des Backens und die Nervosität im Vorfeld wich der Erleichterung. "Das Schwerste am Wettbewerb", sagte Daniel Gabelsberger, "waren die Tage davor." Der Wettbewerb für die Verkäuferinnen hatte eine Stunde nach dem der Bäcker begonnen. Sie mussten eine Geschenkverpackung basteln, ein Werbeplakat entwerfe, Fachfragen über Backwaren beantworten und schließlich auf einer Schulbank ein imaginäres Schaufenster dekorieren. Dafür benutzten sie die Produkte der Bäcker. Beratung über Großbrote Im so genannten Beratungsgespräch stellten die Prüfer Fragen über Blätterteiggebäck, Sahnedesserts oder roggenhaltige Großbrote. "Die Fragen waren das Schwierigste", sagte Karin Gollwitzer während sie die Backwaren in ihr Schaufenster räumte. Um 16.30 Uhr standen die Sieger fest. Auf die Plätze zwei und drei bei den Bäckern kamen Daniel Gabelsberger (Bäckerei Günthner in Bruckberg) und Christina Schwimmer (Bäckerei Dreier in Ast). Zweite und Dritte bei den Verkäuferinnen wurden Martina Schiehandl (Bäckerei Weinzierl in Bayerbach) und Karin Gollwitzer (Bäckerei Gollwitzer in Furth) beziehungsweise die punktgleiche Andrea Spanner (Bäckerei Eschle in Frontenhausen). Die übrigen Teilnehmer belegten geschlossen den vierten Rang in ihren Sparten. Denn wer sich freiwillig zur Verfügung stelle, sagte Küffner, solle nicht mit einem letzten Platz abgestraft werden. Seine Jurykollegen und er gaben den Nachwuchstalenten nach der Bewertung Tipps, was in der Abschlussprüfung noch verbessert werden könne. Das sei schließlich erklärtes Ziel des Leistungswettbewerbs gewesen: "Wir wollten die Qualifikationen der Schüler fördern."
 Zurück
Seite drucken Weiterempfehlen
Impressum Datenschutz Haftungsausschluss Website by Web Arts AG