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| 06.07.2011 |
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Innovationsmotor Handwerk: Aus Prinzip regional |
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Jährlich 1,5 Millionen Kunden: Die Bäckerei Mareis ist mit traditioneller Backkultur erfolgreich! |
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In den Regalen im Büro von Anton Mareis stapeln sich die Auszeichnungen und Preise für Qualität, Nachhaltigkeit, Innovation, Best Buisness und anderes mehr: Der Vilsbiburger Bäcker hat sich in den vergangen Jahren zu einem unübersehbaren Vorzeigeunternehmen in der Region entiwckelt. Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf die traditionelle Verarbeitung von regionalen Rohstoffen setzt er ein beherztes Zeichen in Zeiten, in denen aus Lebensmitteln gerne Design-Food wird, das immer öfter aus der Retorte kommt.
Der Erfolg von Anton Mareis ist regelmäßig zu besichtigen: Wenn man am Samstag oder Sonntag zur Bäckerei Mareis am Stadtplatz kommt, Fällt einem zunächst die bis auf die Straße reichende Reihe der Wartenden auf: Während im Laden die Mitarbeierinnen im Akkord verpacken, warten die Vilsbiburger geduldig auf die frischen Semmeln oder Brezen.
Das ist vor allem deshalb ungewöhnlich, weil Mareis kein Billigheimer ist. Er verlangt für seine Ware, die möglichst frisch produziert wird, einen reellen Preis. Aber er macht seinen Kunden auch deutlich, dass sie gute Ware bekommen. Die Verkäuferinnen fassen die Ware nicht mit nackten Fingern an, das Tüten verpackt, in denen es sich ohne Geschmacksverlust bis zu einer Woche hält. Wer will, kann es sich in Scheiben schneiden lassen. Aller Mitarbeiter, vom Chef angefangen bis zu den Verkäuferinnen, sind stolz auf die eigenen Produkte und zeigen dies auch.
Im Lager des Unternehmens, das Mareis bei allen Führungen gern zeigt, findet man weder Backmischungen noch irgendwelche chemischen Zusätze: Das Mehl bezieht Mareis ausschließlich von der Vilsbiburger Balk-Mühle, Gemüse von Landshuter Schweigern, Käse aus der Moosburger Käserei Hofmeister und die Wurstprodukte von der Vilsbiburger Metzgerei Schmalhofer. Dazu kommen noch Salz, Zucker und klassische Dinge wie Mohn, Sesam oder Kürbiskerne. Aus diesern Grundstoffen fertigen seine Bäcker täglich 90 verschiedene Produkte "und sogar den Vanillepudding für unsere Karpfen machen wir selbst", sagt Mareis.
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In der Bäckerei Mareis kommen alte Bäckertraditionen wieder zu neuen Ehren.
Jährlich 1,5 Millionen Kunden vertrauen auf diese Regionale Qualität. Im vergangenen Jahr Wurde in der Bäckerei für 600 000 Euro eine neue Backofenanlage eingebaut, Mit der eine vollständige Rückgewinnung der Wärme möglich wird, die für Heizung und Warmwasser genutz wird. Die neue Anlage wurde vorbereitet, um Demnächst mit Hackschnitzeln befeuert zu werden - natürlich von den Waldbauern aus der Region. " ich Warte nur noch ab, bis die Ofenbauer die Kinderkrankheiten dieser Technik im Griff haben", erklärt Mareis. denn Experimente sind nicht sein Ding: Wenn er etwas macht, dann muss es passen.
Alte Bäckertradition
Doch Mareis hätte nicht diesen Erfolg, wenn er sich nicht auch geschmacklich von der Masse abheben würde. So kommen alte Bäckertraditionen wieder zu neuen Ehren, etwa wenn bei Mareis die Rohteige ausreichend Zeit zum Reifen bekommen. Oder wenn dem Sauerteig-Ansatz auch ein bisschen gemahlenes Restbrot beigemischt wird, weil die bereits verkleisterte Stärke und das Aroma der Backkruste einen intensiveren Brotgeschmack ergeben. Damit dieser Geschmack und die Frische, die gute Backwaren auszeichnet, auch beim Kunden ankommt, beschränkt sich Anton Mareis auf die Städte Vilsbiburg und Landshut als Verkaufsgebiet. Die elf Filialen sind modern und optisch wiedererkennbar eingerichtet, die in den Zentren auch als Café.
Mareis widmet seine Fachverkäuferinnen große Aufmerksamkeit und schult sie gezielt. Wer sich bewährt, hat gute Aufstiegschancen. Trotzdem hebe er Mühe, hier alle Ausbildungsplätze zu besetzen, sagt er: "Vermutlich schreckt viele, dass man bei uns schon früh aufstehen muss." Andererseits stellt er auch gewisse Anforderungen an seine Lehrlinge, weshalb er lieber einige seiner 20 Stellen offen lässt, statt sie mit ungeeigneten Kandidaten zu füllen. 14 Auszubildende arbeiten derzeit bei Mareis, praktisch alle mit Aussicht auf einen festen Beruf: "Die Leute, die wir selbst ausgebildet haben, sind unsere Besten", sagt Mareis.
In der Berufsschule gilt die Bäckerei Mareis als Vorzeigebetrieb. Bei einer Führung ließen sich die Lehrer vor einiger Zeit zeigen, wie ein Bäcker in dieser Betriebsgröße noch immer handwerklich arbeiten kann. Und den Mitarbeitern war es ein erkennbares Anliegen, ihren früheren Lehrern zu zeigen, dass sie in einem besonderen Betrieb arbeiten. "Anton Mareis pflanzt seinen Leuten das Bäcker-Gen ein Für die ist das kein Job, sondern eine Profession", sagt Fachbereichsleiter Reinhard Küffner: "Wenn wir Mareis-Leute in einer Klasse haben, dann haben die meisten das Niveau."
Am 28. Mai erhielt Mareis aus der Hand von Regierungspräsident Heinz Grunwald von Christine Höldmayr-Gammer von der Wirtschaftskammer Oberösterreich den Zweiländerpreis des Forums Mittelstand in der Kategorie Wissenstransfer und Nachwuchsförderung. Die nachhaltige Ausbildung von jungen Berufseinsteigenden, die konsequente Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie die aktive Zusammenarbeit mit der FH Landshut und den lokalen Schulen, ergänzt um das Engagement in Werbung um das Bäckereihandwerk, habe die Juroren Überzeugt, sagt der Regierungspräsident. Die Bäckerei Mareis setzte damit ein Zeichen für das Handwerk.
Georg Soller |
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