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| 13.04.2006 |
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7. Klasse Realschule zu Besuch |
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Vilsbiburg. Dem Weg von Rohstoffen war eine siebte Klasse der Realschule auf der Spur. Bei einer Betriebsbesichtigung in der Bäckerei Mareis verfolgten sie, wie aus Mehl und anderen Zutaten leckere Brezen, Kuchen oder Gebäck werden. Dabei betonte Firmenchef Anton Mareis, dass sie nur regionale Produkte und keinerlei Backmischungen verwenden. |
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| Etwa eine Tonne Mehl wird in der Bäckerei Mareis täglich verbacken. Es wird in großen Tanklastern angeliefert und kommt von der Balk-Mühle. "Wir achten darauf, dass unsere Produkte aus der Region kommen", sagte Firmenchef Anton Mareis bei dem Rundgang. Dabei sahen die Schülerinnen, wo die Waren angeliefert und gelagert werden. Sie konnten einen Blick in die ausgeklügelten Kühlräume werfen, die mit dem neuen Anbau entstanden sind. Dieser sei so konzipiert worden, dass praktisch eine Laufstraße geschaffen wurde. Damit würden die Waren nicht mehr quer durch die Backstube geschafft werden müssen. Im Mehllager durften die jungen Damen auch ein bisschen von dem Sauerteig probieren, der gerade angesetzt worden war; konnten ihm aber nichts leckeres abgewinnen. "Igitt, schmeckt der sauer", war ein Kommentar. Im kleinen Warenlager erfuhren die Schülerinnen, dass die Bäckerei Mareis praktisch jeden Tag beliefert wird. "Da wir keine Backmischungen verwenden, sondern alle Teige selbst herstellen, brauchen wir immer frische Zutaten", erklärte Mareis. |
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| Dann ging es aber ab in die Backstube und die Schülerinnen beobachteten, wie in überdimensionalen Rührschüsseln Teig hergestellt wurde. Sie schauten beim Brezen drehen zu und warfen einen Blick in die großen Backöfen. Natürlich durfte auch ein Besuch im Konditoreibereich nicht fehlen, wo gerade leckere Prinzregenten-Schnitten entstanden. Da die Betriebsbesichtigung im Rahmen des Unterrichtes Haushalt und Ernährung stattfand, blickten die interessierten Schülerinnen den Bäckern und Konditoren bei der Teigherstellung natürlich besonders gründlich über die Schultern. Für Fachlehrerin Ingeborg Kronseder und BWR-Lehrer Daniel Brandstetter war es wichtig, dass die Mädchen erkannten, dass der Betrieb wie ein Kreislauf organisiert ist - von den Rohstoffen über die Fertigung bis hin zur Auslieferung. So endete die Besichtigungstour an der Stelle, wo die frischen Brezen, Semmeln und Brote in Kisten verpackt und in die Lieferwägen verladen werden. Anschließend werden sie an die zehn Filialen (drei in Vilsbiburg und sieben in Landshut) verteilt, so dass die Kunden immer frische Ware haben.
Nachdem sich die Schülerinnen gestärkt hatten, war ihre Neugierde noch nicht gestillt. Sie hatten bereits im Unterricht - aufgeteilt in Gruppen - zahlreiche Fragen ausgearbeitet. So erläuterte Firmenchef Anton Mareis, wie der Betrieb organisiert ist. Dabei stellte er fest, dass der Frauenanteil bei den 95 Mitarbeitern mit 85 Prozent relativ hoch sei. Derzeit seien elf Lehrlinge, drei in der Bäckerei und acht im Verkauf, beschäftigt. Auch über Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erfuhren die Schülerinnen einiges. Interessant war für die Besuchergruppe, was die Bäckerei Mareis in Sachen Umweltschutz macht. So informierte Anton Mareis, dass sich der Betrieb am Umweltpakt Bayern beteiligt, ein Energiemanagementsystem besitzt und beispielsweise die Abwärme der Kühlanlagen nutzt. Zufrieden zeigte er sich, als er über die Entwicklung des Betriebes sprach. Seit 1913 gibt es die Bäckerei Mareis in Vilsbiburg. Allein in den vergangenen beiden Jahren habe man über eine Million Euro in den Bäckerei-Anbau und zwei neue Läden in Landshut investiert. Dabei hat der Kunde die Möglichkeit, täglich aus etwa 80 frischen Artikeln auszuwählen; insgesamt habe man etwa 150 Artikel im Sortiment.
Voll mit neuen und interessanten Eindrücken machte sich die Schulklasse wieder auf den Weg in die Realschule. |
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