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Rundgang durch die Backstube
Rundgang durch die Backstube
Schüler besichtigen die Bäckerei - Infos über Ausbildungsmöglichkeiten
01.11.2006
Rundgang durch die Backstube
Vilsbiburg. Wer bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle ein Praktikum bei seinem Wunschbetrieb macht, der sichert sich einen – eventuell – entscheidenden Vorsprung. Natürlich müssen auch die Noten im Zeugnis stimmen. Anton Mareis legt beispielsweise auch großen Wert auf die Zeugnisbemerkung. Dies und vieles mehr erfuhren die beiden achten Klassen der Volksschule Velden bei ihrer Betriebserkundung in der Bäckerei Mareis.
Dabei bekamen sie nicht nur einen Einblick in den Tagesablauf einer Bäckerei, sondern informierten sich auch über Ausbildungsmöglichkeiten oder Erfahrungen von aktuellen Auszubildenden. Anschließend besuchten sie gruppenweise auch eine Mareis-Filiale und verglichen das Angebot sowie den Umgang mit den Kunden mit dem eines Discounters.

Für Hauptschüler in der achten Klasse stellt sich langsam aber sicher die Frage „Was möchte ich nach dem Schulabschluss für einen Beruf erlernen?“ Deshalb haben Sibylle Wallner und Hans Peter Trost, Klassleiter der beiden achten Klassen an der Volksschule Velden, zusammen mit der HSB-Lehrerin Christine Polster eine Betriebserkundung bei der Bäckerei Mareis organisiert. Unter den Gesichtspunkten Beschaffung-Produktion-Absatz sollten die Schüler sich über die Betriebsabläufe informieren. Gleichzeitig wollten sie aber auch etwas über Ausbildungsmöglichkeiten in der Bäckerei Mareis erfahren. Gleich zu Beginn erfuhren die Achtklässler, dass es die Bäckerei Mareis bereits seit vier Generationen gibt und Firmenchef Anton Mareis als ältester Sohn praktisch zwangsläufig in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist.

Auch wenn er nun mehr im organisatorischen Bereich tätig ist, ist er nach wie vor gerne Bäcker: „Hier kann man täglich sehen, was man geleistet hat“. Dabei hat sich aber auch einiges verändert in den vergangenen zehn Jahren. So werden heute etwa 30 Prozent des Umsatzes mit Snacks gemacht. Die Kunden brauchen immer mehr kleinere Brote, da die Familien auch immer kleiner werden. Zudem habe man, als neueste Errungenschaft, alle Filialen mit Brotschneidemaschinen ausgestattet, da die Kunden ihr Brot immer häufiger bereits geschnitten kaufen wollen. Flexibilität sind hier ebenso gefordert wie Mobilität. Das gilt nicht nur für die Firmenleitung, sondern für alle Bereiche; in der Backstube und in den Mareis-Filialen. Das bekamen die Schüler nach ihrem Rundgang durch die Bäckerei mit, als sie sich über die Ausbildung sowie Zugangsmöglichkeiten in einer Bäckerei erkundigten.

Firmenchef Anton Mareis betonte, dass den Zeugnisnoten heute noch mehr Bedeutung zukommt, da man als Arbeitgeber aus zahlreichen Bewerbungen auswählen kann. Für ihn persönlich sei aber auch die Zeugnisbemerkung sehr wichtig. „Wenn im Zeugnis steht, dass der Schüler ruhig und zurückhaltend war, dann ist er meistens nicht unbedingt für den Verkauf geeignet“. Nach dem Rundgang sowie der Fragestunde mit Anton Mareis hatten die Schüler auch die Gelegenheit, mit zwei Mitarbeitern zu sprechen. Katharina Sellmayer hat im vergangenen Jahr als drittbeste ihre Bäckerlehre beendet und Florian Schubert ist derzeit im zweiten Lehrjahr. Beide sagten, dass die Einstellung zum Beruf sehr wichtig sei. Zudem erzählten sie von ihren Erfahrungen in der Berufsschule, dem Führen eines Berichtsheftes oder der Tatsache, dass das Jahreszeugnis auch in der Ausbildungsstelle vorgezeigt werden muss.

Im Anschluss an diesen aufschlussreichen Tag haben die Schüler der beiden achten Klassen die Aufgabe, ihre Informationen zusammen zu tragen und selbstständig eine Präsentation zu erarbeiten.
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