Zur Mareis Startseite
Traditionelle Backkultur statt Industriebrot
Traditionelle Backkultur statt Industriebrot
02.08.2010
Traditionelle Backkultur statt Industriebrot
Vilsbiburg. Jährlich 1,5 Millionen Kunden: Die Bäckerei Mareis erhebt Regionalität zum Prinzip. In den Regalen im Büro von Anton Mareis stapeln sich die Auszeichnungen und Preise für Qualität, Nachhaltigkeit, Best Business und anderes mehr..
Der Vilsbiburger Bäcker hat sich in den vergangenen Jahren zu einem unübersehbaren Vorzeigeunternehmen in der Region entwickelt. Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf die traditionelle Verarbeitung von regionalen Rohstoffen setzt er ein beherztes Zeichen in Zeiten, in denen aus Lebensmittel gerne Design-Food wird, das immer öfter aus der Retorte kommt. Vor kurzem ließ sich eine Gruppe von Fachlehrern der Berufsschule I zeigen, wie ein Bäcker in dieser Betriebsgröße noch immer handwerklich arbeiten kann.



Interessiert verfolgten die Fachlehrer aus der Berufsschule I, wie bei Mareis die traditionelle Handwerkskunst in einem mittelständischen Betrieb zu hochwertigen Produkten führen.

Es war keine Führung wie jede andere: Als sich die Lehrer um Fachbereichsleiter Reinhard Küffner in der Bäckerei Mareis ankündigten, war es auch den Mitarbeitern wichtig, ihren früheren Lehrern zu zeigen, dass sie in einem besonderen Betrieb arbeiten. Die Hochachtung gilt übrigens gegenseitig:
"Anton Mareis pflanzt seinen Leuten das Bäckergen ein. Für sie ist das kein Job, sondern eine Profession. Wenn wir Mareis-Leute in einer Klasse haben, dann heben die meistens das Niveau", sagte Küffner. Das komme auch daher, dass Mareis sein Team – der Familienbetrieb beschäftigt 110 Mitarbeiter – gut betreut und hervorragend anleitet.

Der zweite Punkt ist, dass alle Mitarbeiter vom Chef angefangen bis zu den Verkäuferinnen, stolz sind auf die eigenen Produkte. Denn im Lager des Unternehmens, das Mareis bei allen Führungen gern zeigt, findet man weder Backmischungen noch irgendwelche chemischen Zusätze: Das Mehl bezieht er ausschließlich von der Vilsbiburger Balk-Mühle, Gemüse von Landshuter Schwaigern, Käse aus der Moosburger Käserei Hofmeister und die Wurstprodukte von der Vilsbiburger Metzgerei Schmalhofer. Dazu kommt noch Salz, Zucker und klassische Dinge wie Mohn, Sesam oder Kürbiskerne. Aus diesen Grundstoffen fertigen seine Bäcker täglich 90 verschiedene Produkte, "und sogar den Vanillepudding für unsere Krapfen machen wir selber", sagt Mareis.

Jährlich 1,5 Millionen Kunden vertrauen auf diese regionale Qualität. In diesem Jahr wurde in der Bäckerei für 600.000 Euro eine neue Backofenanlage eingebaut, mit der eine vollständige Rückgewinnung der Wärme möglich wird, die für Heizung und Warmwasser genutzt wird. Die neue Anlage wurde vorbereitet um bald mit Hackschnitzel befeuert zu werden – natürlich von den Waldbauern aus der Region.

Alte Bäckertraditionen

Doch Mareis hätte nicht diesen Erfolg, wenn er sich nicht auch geschmacklich von der Masse abheben würde. So kommen alte Bäckertraditionen wieder zu neuen Ehren, etwa wenn bei Mareis die Rohteige ausreichend Zeit zum Reifen bekommen. Oder wenn im Sauerteig-Ansatz auch ein bisschen gemahlenes Restbrot beigemischt wird, weil die bereits verkleisterte Stärke und der Geschmack der Backkruste einen ganz besonderen Brotgeschmack ergeben. Damit dieser Geschmack und die Frische, die gute Backwaren auszeichnet, auch beim Kunden ankommt, beschränkt sich Anton Mareis auf die Städte Vilsbiburg und Landshut als Verkaufsgebiet. Zu den derzeit zehn Filialen kommt demnächst die elfte am Landshuter Kaserneneck.

Mareis widmet seinen Fachverkäuferinnen große Aufmerksamkeit und schult sie gezielt. Trotzdem und auch trotz guter Aufstiegschancen habe er Mühe hier alle Ausbildungsplätze zu besetzen, sagt er: "Vermutlich schreckt viele ab, dass man bei uns schon früh aufstehen muss". 17 Auszubildende arbeiten bei Mareis, praktisch alle mit Aussicht auf einen festen Beruf: "Die Leute, die wir selbst ausgebildet haben, sind die Besten." Womit wir wieder bei der Berufsschule angekommen sind. Bei der Abschlussfeier am Mittwoch erhielt Veronika Fußeder eine Auszeichnung als Jahrgangsbeste. Und eine junge Berufsschullehrerin meldete sich bei Anton Mareis, um im Sommer bei ihm ein Praktikum zu machen.



Veronika Fußeder (rechts) wurde am Mittwoch als Jahrgangsbeste der Berufsschule ausgezeichnet; Anton Mareis gratulierte ihr und Margit Kammhuber zum guten Abschluss.

 Zurück
Seite drucken Weiterempfehlen
Impressum Datenschutz Haftungsausschluss Website by Web Arts AG


Presseartikel der Landshuter Zeitung
(PDF, 0,5 MB)
Hinweise zum Anzeigen von PDF-Dokumenten.